Electro-Cancer-Therapie / Galvanotherapie

Bei der Electro-Cancer-Therapie, auch Galvanotherapie genannt, wird der Tumor mit einem (schwachen) Gleichstrom behandelt. Ziel und Wirkweise dieser Behandlungsmethode ist es, durch (elektrische) Einflußnahme auf den Stoffwechsel der betroffenen Zellen der Erkrankung entgegenzuwirken und im Idealfall ein Absterben der betroffenen Zellen zu erreichen. Wie gesagt, es gibt nicht die eine Wunderheilmethode gegen Krebs. Aber bei bestimmmten Tumoren (beispielsweise insbesondere Prostatakrebs, Brustkrebs / Rezidive von Mama-Karzinomen sowie Hauttumore) und Krankheitsverläufen zeigt diese Therapieform erstaunliche Erfolge - und das mit üblicherweise sehr geringen Nebenwirkungen.


Funktion der Electro Cancer Therapie / ECT / Galvanotherapie

Die Electro Cancer Therapie / ECT oder Galvanotherapie zielt auf eine Verringerung und im Idealfall auf das Zerstören des Tumors ab. Bei dieser Behandlungsmethode werden Elektroden so am Körper angebracht, dass Gleichstrom durch das Tumorgewebe fließt. Neben dem schwedischen Professor Nordenström (Radiologe und 1985 Vorsitzender des Nobel-Preis-Komitee für Medizin) und Prof. Yu Ling Xin in Peking war es hauptsächlich Dr. med. Rudolf Pekar aus Bad Ischl (Österreich), der diese Methode wieder aufgriff und in jahrzehntelanger eigener Forschung und Praxis daraus die Bio- Elektrotherapie (BET) entwickelte. Dieser Behandlung, die grundsätzlich seit vielen Jahrzehnten praktiziert wird, liegt folgender Ansatz zugrunde:

 

Legt man an einen Tumor mittels zweier Elektroden einen Strom an, so fließt dieser (nach dem Prinzip des geringsten Widerstands) eher durch die Tumorzellen als durch das gesunde Gewebe. So wandern positiv geladene Ionen wie H+ und Na+ zur Kathode und negativ geladene Ionen wie Cl- zur Anode. Durch diese Depolarisation entsteht innerhalb der Krebszelle Salzsäure, welche die Zellmembran zerstört. Werden Stromstärke (mA) und Spannung (V) entsprechend hoch gewählt (maximal 35V / 75mA), so ergeben sich dadurch in den betroffenen Zellen pH- Werte, die weit außerhalb des physiologischen Bereichs liegen.

 

Der Gleichstrom, der zwischen zwei oder mehreren Elektroden fließt, führt zu einer Tumor Gewebezerstörung mittels Elektrolyse. Durch die Ionenwanderung kommt es zu einer erheblichen pH- Verschiebung im Gewebe. Es entsteht an der Anode ein saurer pH oder eine Acidose, an der Kathode ein alkalischer pH oder Alkalose. Die erreichten pH- Werte liegen weit außerhalb des physiologischen Bereiches und sind somit Tumor gewebeschädigend. Der Gleichstrom führt ebenfalls zu einer Änderung der Membran - potentiale durch Veränderung des Elektrolytmilieus rund um die Zelle und in der Zelle.

 

Hierdurch werden wichtige physiologische Funktionen, wie z.B. die Natrium-Kalium-Pumpe aufs Empfindlichste gestört. Im elektrischen Feld dissoziieren diverse Salze in Kationen und Anionen, so daß die Homöostase der Zelle aufgehoben wird. Im Gewebe kommt es an der Kathode zu einer Gefäßerweiterung, an der Anode zu einer Austrocknung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Dadurch wird Tumorgewebe devitalisiert. Die elektrische Devitalisierung ist keine übliche elektrische Verletzung. Sie ist fast immer schmerzfrei und sie stört nicht das Allgemeinbefinden. Eine Abstoßung der elektrisch induzierten Nekrose findet erst nach Wochen statt. Die Substanzverluste entsprechen größenmäßig der ursprünglichen Ausbreitung des Tumorgewebes.

 

Während in früheren Zeiten mit Hilfe von Batterien oder einfachen Netzgeräten behandelt wurde, bieten die Therapiegeräte der neuesten Generation eine computergestützte Bedienung. Das benutzte Therapiegerät BET-7 ist technisch und medizinisch zur Behandlung mit Flächenelektroden zertifiziert zur Behandlung mit Nadelelektroden bisher jedoch nur technisch, nicht jedoch medizinisch zur Behandlung zertifiziert ist.

 

Besonders bewährt hat sich der Einsatz dieser Therapie als alternative Behandlung von Prostatakrebs, Hautkrebs und bei Brustkrebs (Mamakarzinom Rezidive), aber auch bei zahlreichen anderen Tumoren ist die Anwendung möglich und erfolgversprechend.

 

Elektrotherapie (ECT Electro Cancer Therapie oder Galvanotherapie) ist zwar generell vergleichweise arm an Nebenwirkungen, aber natürlich nicht frei davon. Weitere Informationen zu Nebenwirkungen finden Sie bei Interesse, wenn Sie hier klicken.

 

Es sind nur einige wenige Kontraindikationen für die Elektrotherapie bekannt. Da mit elektrischem Strom gearbeitet wird, darf die Anwendung nicht erfolgen bei Existenz von Metallteilen und elektronischen Bauteilen im Körper (Durchströmungsgebiet), also insbesondere Herzschrittmacher und Prothesen (wie künstliche Hüft oder andere Gelenkersatzprothesen), Metallplatten wie sie zur Frakturbehandlung eingesetzt werden Auch Erkrankungen, bei denen eine Reizstörung beeinträchtigend sein kann, sind kontraindiziert. Beispiele hierfür sind epileptische Anfälle aber auch Herzrhythmusstörungen und generell schwere Herzkrankheiten. Weitere Kontraindikationen sind aktive Autoimmunkrankheiten, Nierenkrankheiten, psychische Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit. Eine Behandlung darf ferner nicht erfolgen bei Alkoholisierung, Abhängigkeit (Alkohol, Drogen, Medikamenten…).

 

Um Kontraindikationen zuverlässig auszuschließen wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Gleichwohl muss der Patient, wie bei jeder Behandlung, den Arzt jederzeit vollständig und umfänglich über Vorerkrankungen und über seine Gesundheitssituation im weitesten Sinne, einschließlich eingenommener Medikamente, Allergien etc. informieren - auch während der Behandlung, soweit Änderungen eintreten.


ECT / Electro Cancer Therapie / Galvanotherapie in Schwabach bei Nürnberg

Die Behandlung von Krebserkrankungen ist sensibel und bedarf eines eingehenden Gespräches und eines durchdachten Therapieplanes. Sprechen Sie mich an, gerne berate ich Sie in meiner Praxis in Schwabach. Schwabach liegt südlich von Nürnberg, Erlangen und Fürth, gut erreichbar an der Autobahn A6 und per Zug.

Arztpraxis Dr. med. Susanne Ehmer
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